Was ist Hypnose

Im engeren Sinne ist Hypnose eine Kommunikationsmethode, die es einem Menschen ermöglicht, sich in den veränderten Bewusstseinszustand der Trance zu begeben.

Ob Sie durch Hypnose in Trance geht, hängt vor allem von der vertrauensvollen Beziehung zwischen Ihnen und mir ab und der momentanen Bereitschaft, eine Trance zu erleben. In der hypnotischen Trance kommt es zu Veränderungen im Erleben (z.B. Einengung der bewussten Aufmerksamkeit, Veränderung der Körperwahrnehmung, intensivere Vorstellungsaktivität) und zu einer Veränderung bestimmter körperlicher Vorgänge (z.B. Verringerte Muskelspannung, Senkung der Atemrate, Senkung des Blutdrucks).

Der Bewusstseinszustand der hypnotischen Trance ähnelt sehr Trancezuständen, die durch andere Verfahren erzielt werden, z.B. durch Autogenes Training oder Meditation.
Die von mir eigeleitete Hypnose verwendet eine erlaubende, gewährende Art der Kommunikation, macht Vorschläge, bietet Wahlmöglichkeiten und stärkt die Selbstbestimmung. Die Kommunikation richtet sich dabei an das Unbewusste, als eine Instanz im Inneren mit besonderen Möglichkeiten, die über Ihr Wohlergehen wacht.


Kurzdarstellung der ( Sitzung-) Methode

Ziele ( Sitzung ):


Hypnose ist mehr als eine erlernbare Technik zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens, mit deren Hilfe ein Zustand tiefster Entspannung erreicht werden kann. Seit alters her zu Heilszwecken eingesetzt, ist die Hypnose heute auch eine eigenständige psychotherapeutische Methode, mit der sich alle Arten und Schweregrade von psychischen Störungen behandeln lassen - soweit diese generell durch psychotherapeutische Maßnahmen beeinflussbar sind.
Die Hypnosetherapie orientiert sich so weit wie möglich an Ihren gesunden Anteilen, die Sie besitzen. In der Hypnosetherapie werden Ihre Selbstheilungskräfte aktiviert und altgewohnte starre Handlungs- und Erlebnismuster aufgelockert. Es werden psychische Prozesse gefördert, die Ihnen einen Zugang zu ihren unbewussten Potentialen eröffnen und eine eigene kreative Neuorientierung im Unbewussten in Gang setzen. Die Therapie zielt letztlich auf die Stärkung der Selbstverantwortlichkeit und Autonomie des Einzelnen. Dabei stelle ich mich ganz auf Ihre individuelle Persönlichkeit ein.

Vorgehen ( Sitzung ):

Nach der Vereinbarung Ihrer Ziele lernen Sie unter meiner Anleitung zunächst die hypnotische Trance als einen äußerst entspannenden, wohltuenden Zustand kennen, der für Sie leicht zu erreichen ist. Meine hypnotische Arbeit besteht kurz gesagt darin, mit Hilfe der Trance eine seelische Stärkung bei Ihnen zu erreichen, die es Ihnen ermöglicht, sich den anstehenden Problemen zu stellen und eine innerlich befriedigende Lösung zu finden. Die Therapie endet, sobald die vereinbarten Behandlungsziele in ausreichendem Maß erreicht sind.

Warum Hypnose?

Das Besondere an der Hypnose ist die Arbeit mit dem Unbewussten im veränderten Bewusstseinszustand der Trance. Das Unbewusste ist die innere Quelle, aus der wichtige Einsichten und Lösungswege zugänglich werden. Die Trance erleichtert den Zugang zu dieser Quelle, weil sie den Patienten in einen Zustand erhöhter Lern- und Aufnahmebereitschaft führt, in dem tiefgreifende Neuorientierungen möglich sind.

Problembereiche:

Hypnose wird von Psychologen, erfolgreich eingesetzt z.B. bei:

Depressionen, allen Arten von Ängsten, bei Panikattacken, Raucherentwöhnung, Gewichtsreduzierung, Zwangsstörungen und psychosomatischen Leiden. Auch Schlafstörungen, Sprachstörungen, Essstörungen, Abhängigkeiten und psychisch bedingte sexuelle Funktionsstörungen lassen sich hypnotherapeutisch behandeln. Ein weiteres erfolgversprechendes Anwendungsfeld sind akute seelische Belastungsreaktionen bei schwer zu verkraftenden Erlebnissen oder Lebensumständen. Auch emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter, die von Leistungsstörungen begleitet sein können, sind hypnotherapeutisch behandelbar.




Was Sie noch über Hypnose wissen sollten?

Bin ich überhaupt hypnotisierbar?


Früher gab es nur eine Handvoll "Standardinduktionen", meist vorgetragen in einer autoritären Kommandosprache, die heute bei den meisten Widerwillen wecken würde. Jemand, der bei keiner dieser Standardinduktionen in Trance ging, galt als nicht hypnotisierbar. Heute weiß man, dass fast jeder Mensch eine hypnotische Trance erleben kann, weil die Trance im Grunde ein ebenso natürlicher Zustand ist wie die Entspannung oder der Schlaf.
Die moderne Hypnose kennt Wege, auch solchen Menschen den Zugang zu einer hypnotischen Trance zu öffnen, die es nicht von vornherein für möglich halten würden, sich tief zu entspannen oder "loszulassen". Die Einleitung einer Trance wird heute ganz entsprechend Ihrer Persönlichkeit gestaltet.
Wer über ein Mindestmaß an Konzentrationsfähigkeit, bildhafte Phantasie und Intelligenz verfügt, lässt sich meist leicht in Trance versetzen. Bei schwersten Intelligenzdefekten oder während einer akuten schizophrenen Erkrankung ist die erfolgreiche Durchführung einer Hypnosetherapie kaum möglich.

Werden durch Hypnose meine Beschwerden nur oberflächlich zum Verschwinden gebracht?

Viele sind noch der Auffassung, die Wirkung der Hypnose beruhe darauf, dass der Hypnotiseur Beschwerden und Symptome beim Patienten lediglich wegsuggeriert, nach dem Motto: "Sie verlieren Ihre Beschwerden und fühlen sich von Tag zu Tag besser und besser." Dies ist ein falsches Bild. Die Hypnose setzt am Kern der Symptomatik an und fragt: Welche wichtige Funktion erfüllt das Symptom im seelischen Haushalt. Und: auf welche Erlebnisse oder Erfahrungen war dieses oder jenes Symptom zum Entstehungszeitpunkt vielleicht die einzig mögliche oder zur Verfügung stehende Antwort? D.h. die unbewusste Bedeutung des Symptoms wird soweit ergründet, wie dieses Verständnis für die Einleitung der erwünschten Veränderungen notwendig ist. Es ist vielmehr möglich, durch Hypnose Zugang zu den oft unbewussten Wurzeln der Beschwerden zu erlangen, wie weit diese auch zurückliegen mögen. Ausgangspunkt für eine dauerhafte Befreiung aus psychischen Schwierigkeiten ist es oft, durch Hypnose den meist ebenfalls im Unbewussten liegenden Sinn und Zweck psychischer und psychosomatischen Symptome zu verstehen.

Bin ich in Hypnose ohne Bewusstsein?

In Hypnose ist man weder "bewusstlos" noch "narkotisiert". Hypnose ist vielmehr ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft, bei dem sich der Mensch auf seine innere Vorstellungswelt konzentriert und die tatsächliche Außenwelt im Erleben vorübergehend in den Hintergrund tritt.

Kann mir in Hypnose eingeredet werden, etwas gegen den eigenen Willen zu tun oder zu sagen?

Richtig ist vielmehr, dass auch im tiefsten Trancezustand lediglich solche Suggestionen befolgt werden, die im Einklang mit dem inneren Wertesystem Ihrer Person stehen.

Ob ich in Hypnose gehe, hängt das zum Großteil von ihnen als Hypnotiseurs ab?

Dies ist eine Illusion, die von der Showhypnose geschickt aufrechterhalten wird. In Wirklichkeit sind Ihre Bereitschaft und Ihre inneren Fähigkeiten für das Erleben von Hypnose maßgeblich. Eine wichtige Rolle spielen auch die Rahmenbedingungen, unter denen Sie hypnotisiert werden: Schmerzunempfindlichkeit ist für den Patienten z.B. viel leichter zu erreichen, wenn ein "Ernstfall" vorliegt (ein chirurgischer Eingriff steht unmittelbar bevor), als wenn nur "geprobt" wird.


Bei meinen hier aufgeführten Hypnose-Sitzungen handelt es sich um höchst effiziente Hypnose-Anwendungen. Ihr Thema wird unter Berücksichtigung einer ganzheitlichen Sichtweise aufgearbeitet. Aus den Zusammenhänge, die sich aus Ihrer persönlichen Geschichte ergeben, erarbeite ich für Sie Ihre ganz individuelle und auch durchaus kraftvolle Hypnoseanwendung.
So können Sie ganz sicher sein, dass Sie mit Blick auf Ihre persönliche Zielsetzung den größtmöglichen Erfolg erlangen.



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Literaturhinweise
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MENDE, M. (1996): Die Nutzung von Übertragung und Gegenübertragung in der Hypnotherapie. Vortrag gehalten am 1st Congress of the World Council for Psychotherapy, Wien, 1.-4.7.1996

MENDE, M. (1996): Hypnosetechniken bei der Schmerzbehandlung. Vortrag im Rahmen des Informationstages "Hypnose als Intervention und Kommunikation", AKH Wien.

MENDE, M. (1996): Hypnose als Psychotherapie bei chronischen Schmerzen. Vortrag an der VHS Linz.

MENDE, M. (1997): Hypnotherapeutic responses to transference in the face of therapeutic change. Paper presented at the 14th International Congress of Hypnosis, San Diego, California.

MENDE, M. (1998): Hypnose als Technik und Psychotherapie bei der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen. Vortrag im Rahmen des ÖGATAP - Jour fixe in Wien, 1998.

MENDE, M. (1998): Psychotherapie zwischen Sicherheit und Risiko: Der Therapeut als Übertragungsobjekt zwischen Empathie und Verführung - am Beispiel der Hypnose. Vortrag im Rahmen des ÖGATAP - Jour fixe in Salzburg.

MENDE, M. (1998): Assessing the public's knowledge of hypnosis. Paper presented at the 3rd European Congress on Ericksonian Hypnosis and Psychotherapy, Venice, Italy, 1998.

MENDE, M. (1999): Ist die Hypnose wirklich wirklich? Beiträge der Hypnose zur Frage der Veränderbarkeit subjektiver Wirklichkeiten. Vortrag beim 2. Weltkongress für Psychotherapie 1999 in Wien, Subsymposison: Der Wirklichkeitsbegriff in den verschiedenen psychotherapeutischen Schulen.

MENDE, M. (1999): Constructions of reality concerning hypnosis and the hypnotherapist and operationalized psychodynamic diagnostics (OPD) in patients seeking hypnotherapeutic treatment. Paper presented at the 8th European Congress on Hypnosis in Psychotherapy and Psychosomatic Medicine, Noordwijkerhout, Netherlands, 1999.

Publikationen:

BÖLCS, E., GUTTMANN; G., MARTIN, M., MENDE, M., KANITSCHAR, H., and WALTER, H. (eds.) (1995): Hypnosis connecting disciplines. Proceedings of the 6th European Congress of Hypnosis in Psychotherapy and Psychosomatic Medicine, Vienna, August 14-20, 1993. Wien: Medizinisch-Pharmazeutische Verlagsgesellschaft m.b.H.

MENDE, M. (1998): Hypnotherapeutic responses to transference in the face of therapeutic change. Based on a paper presented at the 14th International Congress of Hypnosis, San Diego, California. Hypnos 25, 3, 134-143.

MENDE, M. (in Druck): Stichwörter zur Hypnose. In: Pritz, A. & Stumm, G. (Hg.): Wörterbuch der Psychotherapie. Berlin: Springer.

Literatur

Literaturempfehlungen:

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BONGARTZ, W. & BONGARTZ, B. (1988): Hypnose: wie sie wirkt und wem sie hilft. Zürich: Kreuz.

BONGARTZ, W. & BONGARTZ, B. (1998): Hypnosetherapie. Göttingen: Hogrefe.

BÖLCS, E., GUTTMANN, G., MARTIN, M., MENDE, M., KANITSCHAR, H. & WALTER, H. (1995): Hypnosis connecting disciplines - Proceedings oft the 6th European Congress of Hypnosis in Psychotherapy ans Psychosomatic Medicine Vienna, August 14-20, 1993. Wien: Medizinisch-pharmazeutische Verlagsgesellschaft m.b.H.

ERICKSON, M.H. & Rossi, E.L. (1981): Hypnotherapie - Aufbau, Beispiele, Forschungen. Pfeiffer, München.

ERICKSON, M.H., Rossi, E.L & Rossi, S.L. (1986): Hypnose - Induktion, psychotherapeutische Anwendung, Beispiele. München: Pfeiffer.

GRINDER, J., & BANDLER, R. (1988): Therapie in Trance. 3. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta

HALEY, J. (1996): Die Psychotherapie Milton H. Ericksons. 4. Aufl. München: Pfeiffer

KOSSAK, H-C. (1989): Hypnose - Ein Lehrbuch. München: Psychologie Verlags Union.

PETER, B. (1985): Hypnose und Hypnotherapie nach Milton H. Erickson: Grundlagen und Anwendungsfelder. München: Pfeiffer.

PETER, B. & Schmid, G. (1992): Erickson in Europa: Europäische Ansätze der Ericksonschen Hypnose und Psychotherapie. Heidelberg: Carl Auer.

REVENSTORF, D. (1990): Klinische Hypnose. Berlin: Springer.

YAPKO, M.D. (1990): Trancework. 2nd ed. New York: Bruner/ Mazel.